Lehmige Erfahrungswerte

Keiner von uns hatte je zuvor mit Lehm gearbeitet und so machten wir eine Menge neuer Erfahrungen. Allen voran die, dass Lehm ein absolut sympathischer Baustoff ist.

Zum Beispiel:

  • Lehmmauern kann man sehr schlecht mit dem Boschhammer durchbrechen.
  • Schlitze schlagen in Lehmmauern ist eine uferlose Angelegenheit. Entweder man ist ebenso hartnäckig wie geduldig, oder man schneidet mit der Flex vor, wobei allerdings wahnsinnig feiner Staub entsteht, der nachher wirklich überall zu finden ist...
  • Lehmputz braucht lange zum Trocknen und muss auch wegen des Schwindens in mehreren Schichten aufgetragen werden wenn er dicker ist...
  • Lehmputz muss über die Luft trocknen und das dauert! Also Zeit einplanen. Zudem sollte man wirklich gut lüften, denn die Luft wird richtig feucht.
  • Massive Lehmbrocken sind weit schwerer als Ziegelsteine und Lehmmauern sind ziemlich schalldicht...
  • Lehmputze gibt es fertig (und Feinputz übrigens in allen Farben) zu kaufen, das ist einfach und sehr praktisch. Das selbst anmischen hat sich nicht bewährt, zumindest nicht bei uns...
  • Reste von Lehmputz kann man ruhig trocknen lassen, man klopft ihn später etwas klein und gibt wieder Wasser dazu, dann ist er so gut wie zuvor...
  • Mit Putzresten verschmutzte Kleidung wird problemlos wieder sauber...
  • Feuchter Lehm riecht gut und man kann auch mal mit der Hand reinfassen ohne gleich Hautschäden zu bekommen...
  • Man kann ganz einfach Verzierungen in den Putz modellieren, wenn zwischendrin die Kreativität ausbricht
  • Lehmputz wird knochenhart und man kann trotzdem leicht Nägel reinschlagen...

Und: Lehm ist absolut in!