Das Pferdehaus

Jeder Pferdehalter macht sich so seine Gedanken wie man die Lieblinge am besten unterbringt. So habe auch ich aus den Erfahrungen mit eigenen und fremden Ställen viel gelernt und bin für unseren Bedarf (2 Stuten, manchmal mit Fohlen) zu folgender Lösung gekommen:

Das Haus mit 7 x 8 m ist das Zentrum unseres Pferde- Lebensbereichs.
Direkt vor den drei Ausgängen des Hauses ist, auf der Ost- und Nordseite des Hauses, ein mit Rasengittersteinen befestigter Bewegungsbereich angebracht über den man zum Paddock, zu den verschiedenen Weideflächen und an die Tränke kommt. Auf der Westseite haben wir ein großes Schiebetor angebracht um auch mit dem Traktor einfahren zu können. In den Übergangszeiten kann das Tor auch offen bleiben, dann ist der Ausgang mit Stangen gesichert, die auch zur Abtrennung der beiden Innenbereiche genutzt werden können.

"Hinter" dem Haus, auf der Südseite befindet sich ein inzwischen überdachter Außenbereich mit Gummiboden und Futterraufe, der Außen-Fressplatz, und drumherum ein großer Kies-Paddock. Über diesen Paddock gelangt man auf die hinteren Weideflächen.
Den Pferden soll in diesen gegliederten Bereichen, auch wenn sie nicht auf die Weide können, bei jedem Wetter eine abwechslungsreiche Bewegungsmöglichkeit mit vielen Anreizen für die Sinne geboten sein.

 

Naturtränke

Wir haben das Glück einen kleinen Bachlauf an der Wiese zu haben, der auch im Winter niemals einfriert. Den Zugang haben wir mit Rasengittersteinen befestigt. Diese Tränke kann man auch absperren, was wir tun, solange die Fohlen noch sehr klein sind. In dieser Zeit gibt es eine Trogtränke, die von einer eigens verlegten Wasserleitung vom Haus aus befüllt wird.

Wir sind laufend am überlegen ob und wie wie wir die Stallanlage noch verbessern können.

 

Mit Klimaanlage

Das Haus besitzt drei, mit Fliegenstreifen-Schiebetüren ausgestattete, Eingänge für die Pferde und eine große Schiebetür durch die auch der Traktor passt. Die Ausgangstüren für die Pferde sind in nord-östlicher Richtung, also an der wetterabgewandten Seite des Hauses, damit es bei unserem üblichen, mitteleuropäischen Sauwetter nicht in die Öffnungen regnet und weht.
Die Streifen sind an Schiebeschienen befestigt und können einfach zur Seite geschoben werden.
Im Sommer werden die Türen nachts geöffnet, kühle Luft kommt ins Haus, tags hält sich diese Luft, bei geschlossenen Streifen, fast bis zum Abend.

Um auch bei extremen Sommertemperaturen immer ein angenehmes Stallklima zu haben, ist seit 2010 ein temperaturgesteuerter Stallventilator angebracht, der auch bei brütender Hitze frische Luft in den Stall befördert und verbrauchte wieder hinaus drückt.

 

Separeé gefällig?

Das Haus wird bewusst von einem mittigen Pfosten gestützt, der eine einfache Unterteilung in 2 oder 4 Bereiche ermöglicht.
Hinten im Bild kann man das Gatter sehen, das zum Absperren im hinteren Teil verwendet werden kann. Im vorderen Bereich werden bei Bedarf Stangen eingehängt, die ansonsten vor dem Schiebetor aufbewart werden und es so zusätzlich sichern. Für kurzfristigere Trennungsmaneuver gibt es ein unglaublich praktisches, selbstaufrollendes Elektroband. Absolut epfehlenswert, wenn auch nicht wirklich günstig.

Die Fenster liegen auf der Südseite und werden vom semi-lichtdurchlässigen Vordach dezent schattiert. So ist es im Haus dunkler (was die Fliegen gar nicht mögen) und es bleibt kühler. Im Winter wärmt jedoch die tiefstehende Wintersonne den Innenraum bei geschlossenen Türen etwas auf.

 

Überwachung

Für unsere Fohlengeburten haben wir uns vor Jahren schon ein paar günstige Infrarot-Funkkameras aus dem Internet bestellt. Mit einer WLAN Antenne, die ebenfalls die 2,4 GHz Frequenz nutzt ist die Anlage inzwischen von der Reichweite her etwas "aufgemotzt". Die Funkübertragung ist jetzt viel besser. Inzwischen haben wir die 3 Kameras auch im Winter montiert, was wunderbar klappt. Das Billigsystem überrascht mit Lebensdauer :o)

Zu unserer Einschlaf-Routine gehört der nächtliche Blick in den Stall inzwischen fest dazu.